SPANNUNGSWÄCHTER FÜR A123 ZELLEN

Seit geraumer Zeit arbeite ich mit Lipos und vor allem A123 Zellen. Diese neuen Zellen erlauben eine schnelle Ladung bei hohem Entladestrom und beeindruckender Robustheit. Verglichen mit meinen alten KR7000 Zellen von Sanyo haben sie bei ähnlichem Preis (z.Z. um die 12 Euro bei Ebay) etwas weniger Kapazität. Angesichts der Tatsache das NiCd Zellen allerdings bald nicht mehr verfügbar sein sollen,

macht es schon Sinn, sich einmal mit dieser neuen Technologie auseinander zu setzen. In dem Zusammenhang stellt sich natürlich die Frage nach einem Indikator für Unterspannung, da die Zellen nicht tief entladen werden dürfen. Vereinzelt ist es wohl schon dazu gekommen und die Zellen haben trotzdem weiter funktioniert, aber der Hersteller empfiehlt es nicht und man muss es ja auch nicht unnötig provozieren. Leider haben die A123 Zellen eine etwas geringere Entladespannung als normale Lipo Zellen. Sie beträgt nur 2,5 V, was die gebräuchlichen Unterspannungsanzeigen (noch) unbrauchbar macht. Ich gehe zwar davon aus das über kurz oder lang auch hier Abhilfe geschaffen wird, für die Übergangszeit möchte ich hier aber kurz einen flexiblen Spannungswächter vorstellen.

Die einfachste Form der Unterspannungsindikation ist natürlich eine LED die geschickt angebracht beim vorbeifahren ein Spannungsdefizit signalisiert. Um eine Unterspannung zu messen bedarf es einer eigentlich recht einfachen Schaltung die eine Referenzspannung mit der passend herunter geteilten Betriebsspannung vergleicht. Ist die Betriebsspannung zu klein geht eine LED wahlweise an oder aus. Der MAX8211 vereint alle notwendigen Komponenten in einem 8pol Gehäuse. Die Referenzspannungsquelle, der passender Komparator (Vergleicher) und praktischerweise einen auf 7 mA begrenzten Ausgang zum direkten Betreiben einer LED. Alles was noch benötigt wird ist ein Spannungsteiler, der die Betriebsspannung passend herunterteilt, damit sie gemessen werden kann. Ein Datenblatt zu diesem nützlichen Chip findet sich bei [1] Einziger Wermutstropfen für mich ist die geringe Betriebsspannung von max. 18 V. Leider konnte ich dadurch den Chip nicht in meinem Projekt 476 einsetzen da ich dort mit 6 seriell geschalteten A123 Zellen schon bei knapp 20 V angelangt bin. Trotzdem ist der Chip für viele interessant da meist mit 2-4 Zellen gefahren wird. Hier spielt der Chip sein volles Potential aus. Um den Chip allerdings nutzen zu können muss man zuerst die nötigen Widerstandswerte ermitteln. Eine sehr gute Anleitung dazu mit bereits ausgerechneten Werten findet man unter [2]. Dort hab ich auch die Anregung zum Bau der Schaltung gefunden. Leider ist der Text in englisch, aber mit ein bisschen gutem Willen kann man ihn auch entziffern wenn man nicht so fit in englisch ist. Passende Bauteile bekommt man bei [3], die Kosten liegen bei ca. 3 Euro ohne Platine. Die Schaltung ist auch so über sichtlich das sie eine geätzte Platine überflüssig macht. Ich habe wiederholt die "Schaltung" bestehend aus 2 Widerständen fliegend auf der Unterseite des Chips montiert. Wer will, kann danach den Drahtverhau mit Heißkleber isolieren.

 

Die unten gezeigten Bilder entstammen aus dem pdf aus [2].

 

[1]: http://www.datasheetcatalog.com/datasheets_pdf/M/A/X/8/MAX8211.shtml

[2]: https://www.rcgroups.com/forums/showatt.php?attachmentid=6323854

[3]: http://www.reichelt.de

BILDER

   
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